Soforthilfe für Selbstständige

Damit Selbstständige den Überblick über die vielen Hilfsangebote behalten, haben wir Ihnen nachfolgend einige, möglicherweise für Sie wichtige, zusammengetragen:

  • Die Soforthilfe des Landes Hessen sieht folgendes vor:
    Nicht rückzahlbarer Zuschuss, die Corona-Soforthilfe wird als einmaliger nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Sie beträgt inklusive der Bundesförderung bei

    • bis zu 5 Beschäftigten: 10.000 Euro für drei Monate,
    • bis zu 10 Beschäftigten: 20.000 Euro für drei Monate,
    • bis zu 50 Beschäftigten: 30.000 Euro für drei Monate.

Teilzeitbeschäftigte sind in Vollzeitäquivalente umzurechnen.

Zuschussberechtigt sind Unternehmen, die steuerpflichtige Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbstständiger Arbeit erwirtschaften, Angehörige freier Berufe, nach dem Künstlersozialversicherungsgesetz versicherte Künstler sowie am Markt tätige Sozialunternehmen in der Rechtsform einer gGmbH.
Anträge können beim Regierungspräsidium Kassel eingereicht werden: https://rp-kassel.hessen.de/corona-soforthilfe

  • Bis zum 31. Dezember 2020 werden bereits fällige oder fällig werdende Steuerzahlungen zinsfrei gestundet, soweit die Forderungen aufgrund finanzieller Probleme in Folge des Corona-Virus nicht gezahlt werden können. Anträge auf Stundung können bis zum 31. Dezember 2020 bei den zuständigen Finanzämtern gestellt werden. Sie können sich auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie die Umsatzsteuer beziehen, aber auch die Grunderwerbsteuer und die Erbschaftsteuer.
    Die Stundung einer Steuerschuld kann auch rückwirkend (nach Fälligkeit) erfolgen. Ebenso können bereits gewährte Stundungen wegen der derzeitigen Situation ggf. verlängert werden. Dagegen können Stundungsanträge nicht bereits vorab für in Zukunft entstehende und fällig werdende Steuern oder für noch nicht angemeldete Steuern gestellt werden.
  • Die Lohnsteuer schuldet nicht der Arbeitgeber selbst, es ist die Steuer seiner Arbeitnehmer. Er ist daher weiterhin zur Einbehaltung sowie zur fristgerechten Anmeldung und Abführung der Lohnsteuer verpflichtet. Eine Stundung kommt insoweit grundsätzlich nicht in Betracht. Bitte beachten: Kurzarbeitergeld, mit dem Lohnminderungen teilweise ausgeglichen werden, ist steuerfrei. Hierauf ist vom Arbeitgeber keine Lohnsteuer zu berechnen und einzubehalten.
  • Die Höhe der individuellen Steuervorauszahlungen kann auf Antrag den aktuellen Verhältnissen angepasst werden.
  • Bei den Finanzämtern können auch Anträge auf Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrages, der den Kommunen u.a. als Grundlage für die Ermittlung der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen dient, gestellt werden. Die Anpassung der Gewerbesteuer-Vorauszahlungen und die Stundung von Gewerbesteuern erfolgt auf Antrag durch die Kommunen vor Ort. Diese sind an den Bescheid des Finanzamts gebunden und werden die Gewerbesteuer-Vorauszahlung anpassen.
  • Außerdem wird die Finanzverwaltung bei Betroffenen auf deren Antrag hin bis zum Ende des Jahres auf Vollstreckungsmaßnahmen, z.B. Kontopfändungen, verzichten. Anstehende Mahnläufe möchte sie aber durchführen, um die Steuerpflichtigen zur Beantragung einer Stundung oder einer Herabsetzung von Vorauszahlungen zu bewegen. Gesetzlich anfallende Säumniszuschläge werden in dieser Zeit nicht erhoben.
  • Bereits getätigte Sondervorauszahlungen der Umsatzsteuer, die bei Dauerfristverlängerungen anfallen, auf formlosen Antrag kurzfristig auf Null herabgesetzt und erstattet werden.
  • Für die Antragstellung gibt es die Möglichkeiten eine formlose Email an das zuständige Finanzamt zu schreiben, oder – wer bereits Mein ELSTER nutzt, den Weg über dieses Portal zu gehen.
    Als Unternehmen, Selbstständiger oder Freiberufler können Sie einen KfW-Corona-Hilfe-Kredit bei Ihrer Bank oder Sparkasse beantragen, sofern Sie bis zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten waren. Jeder Antrag wird mit Hochdruck bearbeitet. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/KfW-Corona-Hilfe-Unternehmen.html